Wohnhaus
ID:
194219404014
/
Datum:
02.12.2021
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
Straße: | Entenbachstraße |
Hausnummer: | 17 |
Postleitzahl: | 72585 |
Stadt-Teilort: | Riederich |
|
|
Regierungsbezirk: | Tübingen |
Kreis: | Reutlingen (Landkreis) |
Wohnplatzschlüssel: | 8415062001 |
Flurstücknummer: | keine |
Historischer Straßenname: | keiner |
Historische Gebäudenummer: | keine |
Lage des Wohnplatzes: |
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Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Fach- und Dachwerk des Wohnhauses lassen sich gefügekundlich einer einheitlichen Bauphase zuordnen. Mittels dendrochronologischer Datierung des Ständers im 2. DG ist das Dachwerk auf das Jahr 1581/82 (d) datiert. Aus dieser Erbauungszeit stammen auch die beiden gewölbten Kellerräume.
In den folgenden Jahrhunderten fanden verschiedene bauliche Veränderungen am Wohnhaus statt.
1. Bauphase:
(1582)
(1582)
Bauphase 1 (spätes 16. Jh., nach 1582 (d)):
Errichtung Dachwerk und Fachwerk (d, gk) und mind. der beiden gewölbten Kellerräume; ebenfalls Teile der Ausstattung sind bauzeitlich (Wandtäfer, Treppenläufe).
Errichtung Dachwerk und Fachwerk (d, gk) und mind. der beiden gewölbten Kellerräume; ebenfalls Teile der Ausstattung sind bauzeitlich (Wandtäfer, Treppenläufe).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Konstruktionsdetail:
- Holzgerüstbau
- allgemein
- Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
- Flechtwerk
- Lambris/Täfer
- Tuffstein
- Gewölbe
- Tonnengewölbe
2. Bauphase:
(1767 - 1799)
(1767 - 1799)
Bauphase 2 (spätes 18. Jh., nach 1767 (d)):
Rückseitige Giebelwand (Südwestseite) ersetzt; kassettierte Felderdecke in der Wohnstube (EG)
Rückseitige Giebelwand (Südwestseite) ersetzt; kassettierte Felderdecke in der Wohnstube (EG)
Betroffene Gebäudeteile:

- Erdgeschoss
- Dachgeschoss(e)
- Ausstattung
3. Bauphase:
(1870 - 1899)
(1870 - 1899)
Bauphase 3: spätes 19. Jahrhundert, um 1870:
Umbauphase; Einbau von Innenwänden und Trennwänden; versch. Reparaturmaßnahmen (Erneuerung einiger Gefache), zwei gemauerte Kamine; Brüstungstäfer im EG.
Umbauphase; Einbau von Innenwänden und Trennwänden; versch. Reparaturmaßnahmen (Erneuerung einiger Gefache), zwei gemauerte Kamine; Brüstungstäfer im EG.
Betroffene Gebäudeteile:

- Ausstattung
4. Bauphase:
(1910 - 1950)
(1910 - 1950)
Bauphase 4: frühes 20. Jh., um 1910 bis 1950:
Einbau einer Bretterwand im EG; Veränderung von Oberflächen und Ausstattung (Türen, Pitchpline-Dielung).
Einbau einer Bretterwand im EG; Veränderung von Oberflächen und Ausstattung (Türen, Pitchpline-Dielung).
Betroffene Gebäudeteile:

- Ausstattung
5. Bauphase:
(1950 - 1999)
(1950 - 1999)
Bauphase 5: 2. Hälfte 20. Jahrhundert:
Austausch nahezu aller Fenster, Einbau neuer Türen und Dielenböden.
Austausch nahezu aller Fenster, Einbau neuer Türen und Dielenböden.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Untersuchung
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das Wohnhaus befindet sich im Ortskern von Riederich. Es steht giebelständig zur Entenbachstraße auf dem leicht ansteigenden Grundstück und wird an der Traufseite im Süden erschlossen. Die Entenbachstraße knickt im Bereich des Hause, sodass in einer engen Kurve ab, sodass ein platzartiger Stadtraum entsteht.
Lagedetail:
- Siedlung
- Stadt
Bauwerkstyp:
- Wohnbauten
- Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Eingeschossiges Wohnhaus mit drei Dachgeschossen unter steilem Satteldach; Dachgeschosse kragen zur Straßenseite leicht aus; das Erdgeschoss ist über dem Kellergeschoss als Hochparterre angelegt; an der südöstlichen Traufseite führt die vorgelagerte Podesttreppe zur zentral platzierten Eingangstür.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Im EG führt die Hauseingangstür in einen breiten Mittelflur, der als Verteilerraum dient. Von hier führen vier Türen in angrenzende Räume, eine Treppe ins 1.DG und eine dahinterliegende Treppe in den Keller. Im 1. DG mündet die Treppe aus dem EG in einer Diele; lediglich zwei der fünf Räume sind den Wohnräumen zuzuschlagen; das 2. DG wird von einer einfachen Treppe und einem durchgehenden Querflur erschlossen; hier schließen beidseitig Lagerräume an. Im 3. OG, dem Spitzboden, verläuft ein Raum über die gesamte Hauslänge; dieser wird über eine Luke und Leiter aus dem darunterliegenden DG erschlossen. Der Keller ist in zwei unabhängige Bereiche untereilt, wovon der nordostseitig gelegene Gewölbekeller ausschließlich von außen über die nordwestliche Traufseite zugänglich ist. Auf der südwestlichen Giebelseite führt ein zweiter Kellerzugang zu den drei zusammenhängenden Kellerräumen, die mittels innenliegender Treppe mit dem Flur des EG verbunden sind.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Die Fachwerkwände und das Dachwerk sind eng verzahnt, da sowohl beide Giebelwände als auch die innenliegenden Fachwerkwände der beiden Dachgeschosse als Auflager für die Stuhlrähme dienen.
Im 1. DG findet sich ein liegender Stuhl, im 2. DG ein stehender Stuhl.
Die bauzeitlichen Fachwerkwände setzen sich aus Schwelle, Rähm, Wandständern und Riegel zusammen; alle Holzverbindungen sind Zapfenverbindungen; die Gefache der Außenwände und der bauzeitlichen Trennwände im EG sind mit einer massiven Ausfachung aus Tuffstein und Kalkmörtel versehen. Die Innenwände im DG erhielten ein Flechtwerk mit Lehmverstrich. Jüngere Fachwerkwände bestehen aus Nadelholz mit Ausfachungen aus verschiedenen massiven Füllmaterialien.
Das Wohnhausäußere ist mit einem Rauputz versehen; die Fensteröffnungen sind durch schmale Glattputzfaschen gerahmt.
Im 1. DG findet sich ein liegender Stuhl, im 2. DG ein stehender Stuhl.
Die bauzeitlichen Fachwerkwände setzen sich aus Schwelle, Rähm, Wandständern und Riegel zusammen; alle Holzverbindungen sind Zapfenverbindungen; die Gefache der Außenwände und der bauzeitlichen Trennwände im EG sind mit einer massiven Ausfachung aus Tuffstein und Kalkmörtel versehen. Die Innenwände im DG erhielten ein Flechtwerk mit Lehmverstrich. Jüngere Fachwerkwände bestehen aus Nadelholz mit Ausfachungen aus verschiedenen massiven Füllmaterialien.
Das Wohnhausäußere ist mit einem Rauputz versehen; die Fensteröffnungen sind durch schmale Glattputzfaschen gerahmt.