Wohn- und Geschäftshaus
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Objektdaten
Straße: | Haldenstraße |
Hausnummer: | 13 |
Postleitzahl: | 88499 |
Stadt-Teilort: | Riedlingen |
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Regierungsbezirk: | Tübingen |
Kreis: | Biberach (Landkreis) |
Wohnplatzschlüssel: | 8426097010 |
Flurstücknummer: | keine |
Historischer Straßenname: | keiner |
Historische Gebäudenummer: | keine |
Lage des Wohnplatzes: |
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Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Wohnhaus, Gammertinger Straße 1 (88499 Riedlingen)
Wohnhaus "Mühltörle", Haldenstraße 3 (88499 Riedlingen)
Ehem. Zinngießerei Sturm (abgegangen), Hindenburgstraße 53 (88422 Riedlingen)
Fachwerkhaus, Ilgengasse 17/19 (88499 Riedlingen)
Wohn- und Geschäftshaus, Marktplatz 15 (88499 Riedlingen)
Rathaus, Marktplatz 1 (88491 Riedlingen)
Zehntscheuer (88499 Riedlingen, Mühlgasse 13)
Gerberhaus (88499 Riedlingen, Mühlvorstadt 2)
Wohnhaus, Vollmergasse 1 (88499 Riedlingen)
Wohn- und Handwerkerhaus (88499 Riedlingen, Weilerstraße 6)
Bauphasen
Ältester Bestand im Bereich des untersuchten Gebäudes sind die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer an der Ostseite des Hinterhauses, die vom Gründungsniveau bis zur Oberkante des Erdgeschosses empor reichen.
Ein breiter Mauerabsatz markiert den einstigen Wehrgang, und in der Brüstungsmauer haben sich die Reste von zwei Schlitz- und vermutlich zwei Schlüssellochscharten aus dem Spätmittelalter oder der frühen Neuzeit erhalten. Weitere eindeutig mittelalterliche Bausubstanz lässt sich momentan nicht beobachten, auch wenn Teile des Bauholzes der Fachwerkkonstruktionen des 17./18. Jahrhunderts Hinweise auf eine Vorverwendung in einem mittelalterlichen Bau zeigen.
Nicht eindeutig zu klären ist das Alter der Ummauerung des Untergeschosses des Vorderhauses. Sie dürfte einem barocken oder vorbarocken Bauzustand angehören. Ansonsten gehen die Fachwerkkonstruktion von Erd- und Obergeschossen sowie die erhalten gebliebenen Elemente der Dachkonstruktionen beider Gebäude auf Neubauten des 17./18. Jahrhunderts zurück. Bei Vorderhaus und Hinterhaus handelt es sich um eigenständige Baukörper. Die westseitige Auskragung des Obergeschosses des Hinterhauses sowie Dachwerkabdrücke an der Ostseite der Ausfachung der Ostwand des Vorderhauses machen es wahrscheinlich, dass der Kernbestand des Ruckgebäudes vor jenem des Vorderhauses entstanden ist. Das Hinterhaus reagiert dabei aber mit seiner Konstruktion auf einen Vorgängerbau des heutigen Vorderhauses. lm Vorderhaus hat sich der Bestand des 17./18. Jahrhunderts bis auf Eingriffe im Erdgeschoss, offensichtlich bis ins Dach hinauf noch sehr umfangreich erhalten. Im Rückgebäude wurden Süd- und Ostwand des Untergeschosses im 18. oder frühen 19. Jahrhundert erneuert und der dortige lnnenraum unterteilt. Weitere Eingriffe fanden zudem im 20. Jahrhundert mit der Erneuerung der Südwand des ersten Obergeschosses und des Dachwerkes statt. Bei diesen Veränderungen und auch bei Neuausstattungen seit dem späten 19. Jahrhundert ist ein Großteil der historischen Ausstattung beider Gebäude verloren gegangen.
lnsgesamt haben sich im Gebäude Hardenstraße 13 neben den umfangreichen Resten der mittelalterlichen Stadtmauer die Hauskonstruktionen des 17./18. Jahrhunderts mitsamt ihren frühen Veränderungen in hohem Maße und guter Ablesbarkeit erhalten.
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Untersuchung
- Restauratorische Untersuchung
- Baugenehmigung
Beschreibung
- Siedlung
- Stadt
- Wohnbauten
- Wohn- und Geschäftshaus
Rückgebäude mit massiv umschlossenem, von außen ebenerdig zugänglichem, auch an der Nordseite unverbautem Untergeschoss, innen durch Fachwerkwände kleinteilig zu Wirtschaftszwecken unterteilt. Darüber sehr hohes Erdgeschoss, gegen Norden mit Fachwerkaußenwand, die Ostwand durch die mittelalterliche Stadtmauer gebildet. lm lnneren moderne Unterteilung. Darüber niedriges Fachwerkobergeschoß, im lnneren zu Wohnzwecken unterteilt. Oberer Abschluss durch zweigeschossiges Satteldach mit Kammereinbau im ersten Dachgeschoss, weitgehend modern. Außenfronten teils verputzt, teils offenliegendes Fachwerk, unregelmäßig befenstert.
Zonierung: