Ephoratsgarten
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
Straße: | Klosterhof |
Hausnummer: | 17 |
Postleitzahl: | 75433 |
Stadt-Teilort: | Maulbronn |
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Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
Kreis: | Enzkreis (Landkreis) |
Wohnplatzschlüssel: | 8236038004 |
Flurstücknummer: | keine |
Historischer Straßenname: | keiner |
Historische Gebäudenummer: | keine |
Lage des Wohnplatzes: |
![]() |
Geo-Koordinaten: | 49,0014° nördliche Breite, 8,8138° östliche Länge |
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Objektbeziehungen
Ist Gebäudeteil von: | |
1. Gebäudeteil: | Ehem. Zisterzienserabtei Maulbronn, Klosterhof 1 |
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Besteht aus folgenden Gebäudeteilen: | |
keine Angabe |
Ehem. Cellarium (75433 Maulbronn, Klosterhof)
Ehem. Laienrefektorium (75433 Maulbronn, Klosterhof)
Ehem. Zisterzienserabtei Maulbronn, Klosterhof 1 (75433 Maulbronn)
Ehem. Herrenkirche, ehem. Klosterkirche, ev. Kirche (75433 Maulbronn, Klosterhof 9)
Paradies, Vorhalle der Klosterkirche, Klosterhof 9 (75433 Maulbronn)
Bauphasen
Der Ephoratsgarten befindet sich im Bereich des alten kösterlichen Krankenhauskomplexes im Osten der Klausur, der Infirmerie und des späteren Herrenhauses, das für vornehme Besucher bestimmt war. Der Bereich zählt außerhalb der Klausur mit zu den ältesten profanen Teilen. Die Bauliche Entwicklung des Ephorats strukturiert sich, beginnend in der Frühzeit, über die Infirmerie, dann die Umnutzung zum Herrenhaus bis hin zum Ephorat heute als Folge der Säkularisierung des Klosters und der Errichtung einer Klosterschule in den Räumlichkeiten der Klausur.
Anhaltend beherbergt das Gebäude in den drei Geschossen Wohnungen für Professoren und ihre Familien sowie Räume zur Seminarnutzung. In den Quellen des 18./19. Jh.s wird das Geäbude gleichzeitig als Prälatur und Herrenhaus geführt, wobei sich aktuell die Bezeichnung Ephorat durchgesetzt hat.
Die Anlage des Ephoratsgarten ging einher mit der Säkularisierung des Klosters im 16. Jh. Allgemein ist für den östlichen Bereich des Klosters bzgl. der baulichen Strukturen aus der Frühzeit wenig bekannt, wobei davon ausgegangen wird, dass der östliche Klosterbezierk um 1147 (Gründungsdatum) in seinen Abmessung weitgehend abgesteckt war. So gilt der sog. Faussturm im Süden als fester Punkt seit den Anfängen. Abgerundet wurde der östliche Bereich in den 30er Jahren des 15. Jh.s mit der Errichtung des Pfründhaues über der mittelalterlichen Klostermauer. Um die Mitte des 15. Jh.s konnte an bekannten Bauten das zum Herenhaus umgebaute alte Krankenhaus, der daneben gelegene Abtsbau, im Norden ein kleinerer Vorgängerbau des Jahgdschlosses, wahrscheinlich der Sitz des Vogts, und im Osten die stark befestigte Toranlage zum Zwingergraben aufgezählt werden.
Der östliche Bereich des Klosters dürfte zumindest in der Spätzeit des 14. und 15. Jh.s eine Sonderrolle außerhalb der Klausur und Wirtschaftshof gespielt haben. So wenig über die Frühzeit bekannt ist, so bruchstückhaft stellt sich aud die Phase bis zur Auflösung des Klosters dar. Nur in diesem Bereich der Abtei wurden seit dem frühen 16. Jh. höfische und bürgerliche Wohnformen baulich miteinander in Beziehung gesetzt.
Vgl. Knapp, Ulrich: Das Kloster Maulbronn. Geschichte und Baugeschichte, Stuttgart 1997 & Hermann Diruf: Zwischen Infirmerie und Schloß. Baugeschichtliche Beobachtungen im östlichen Bereich der Klosteranlage, in: Maulbronn. Zur 850jährigen Geschichte des Zisterzienserkloster, hrsg. voom LDA Baden-Württemberg, Stuttgart 1997, S. 395-423.
(1420 - 1429)
- Klosteranlage
- allgemein
- Sakralbauten
- Klausur-, Wohngebäude
(1425 - 1426)
Die dendrochronologische Untersuchung führte B. Lohrum am 14.3.1984 und 16.3.1984 durch (vgl. Untersuchungsbericht LDA KA).
(1493)
- Klosteranlage
- allgemein
- Sakralbauten
- Klausur-, Wohngebäude
(1512 - 1517)
(1530 - 1539)
(1700 - 1799)
(2011)
Zugeordnete Dokumentationen
- Bestandsaufnahme
Beschreibung
- Klosteranlage
- allgemein
- Sepulkralanlagen
- Begräbnisplatz
Zonierung: